Großer Bahnhof für Innovationen: das MATS-Kraftwerk in Ägypten

Ende Februar wurde in der City of Science and Technology im ägyptischen Borg El Arab bei Alexandria das »Multipurpose Applications by Thermodynamic Solar«, kurz »MATS«- Kraftwerk eingeweiht. Das solarthermische Kraftwerk, welches das erste seiner Art darstellt, wurde im Rahmen des Projektes von Forschungszentren und Industriepartnern aus Italien, Frankreich, UK, Deutschland und Ägypten entwickelt. Projektleiter Martin Karl war als Vertreter des Fraunhofer ISE, das das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, bei der feierlichen Einweihung dabei.

Das MATS-Kraftwerk, basierend auf Parabolrinnenkollektoren mit einer Kollektorfläche von 10.000 m², liefert eine elektrische Leistung von 1 MW. Es deckt auf Abruf den Strombedarf von mehr als 1.000 Menschen und kann durch Nutzung der Abwärme täglich etwa 250.000 Liter Wasser entsalzen.
Das MATS-Kraftwerk, basierend auf Parabolrinnenkollektoren mit einer Kollektorfläche von 10.000 m², liefert eine elektrische Leistung von 1 MW. Es deckt auf Abruf den Strombedarf von mehr als 1.000 Menschen und kann durch Nutzung der Abwärme täglich etwa 250.000 Liter Wasser entsalzen.

Als Wärmeübertragungsfluid verwendet das System geschmolzenes Salz (engl. Molten Salt, eine Mischung aus Natrium- und Kaliumnitrat). Im Vergleich zu den in herkömmlichen Anlagen verwendeten Thermalölen zeichnen sich die Salze in Sachen Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Handling aus. So können sie auch bei niedrigen Drücken und Temperaturen bis 550 °C arbeiten und damit zu einer hohen Effizienz des Kraftwerkes beitragen. Sie sind mit einem Wärmespeicher gekoppelt, der die Stromerzeugung und Entsalzung auch nach Sonnenuntergang- in den besonders stromintensiven Phasen- für bis zu vier Stunden ermöglicht.
Als Wärmeübertragungsfluid verwendet das System geschmolzenes Salz (engl. Molten Salt, eine Mischung aus Natrium- und Kaliumnitrat). Im Vergleich zu den in herkömmlichen Anlagen verwendeten Thermalölen zeichnen sich die Salze in Sachen Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Handling aus. So können sie auch bei niedrigen Drücken und Temperaturen bis 550 °C arbeiten und damit zu einer hohen Effizienz des Kraftwerkes beitragen. Sie sind mit einem Wärmespeicher gekoppelt, der die Stromerzeugung und Entsalzung auch nach Sonnenuntergang- in den besonders stromintensiven Phasen- für bis zu vier Stunden ermöglicht.
Eine Besonderheit des thermischen Speichers der MATS-Anlage: der sogenannte Eintankspeicher (links) speichert heißes und kälteres Salz (290 °C) geschichtet in nur einem Tank, statt wie üblich in zwei. Zudem befindet sich der Dampferzeuger innerhalb des Speichertanks, was die Investitionskosten verringert. Durch eine auf Gas-Zusatzheizung (rechts) kann die Stromproduktion und Entsalzung ebenfalls gewährleistet werden.
Eine Besonderheit des thermischen Speichers der MATS-Anlage: der sogenannte Eintankspeicher (links) speichert heißes und kälteres Salz (290 °C) geschichtet in nur einem Tank, statt wie üblich in zwei. Zudem befindet sich der Dampferzeuger innerhalb des Speichertanks, was die Investitionskosten verringert. Durch eine auf Gas-Zusatzheizung (rechts) kann die Stromproduktion und Entsalzung ebenfalls gewährleistet werden.
Großer Medienrummel: Neben der Einbindung der Anlage in die lokalen Strom-, Gas- und Wasserverteilungsnetze trägt das Projekt durch Ausbildungskurse, die Vermittlung technischen Knowhows und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für lokale Arbeitnehmer zur Weiterentwicklung des für Nordafrika so wichtigen strategischen Sektors der erneuerbare Energien bei.
Großer Medienrummel: Neben der Einbindung der Anlage in die lokalen Strom-, Gas- und Wasserverteilungsnetze trägt das Projekt durch Ausbildungskurse, die Vermittlung technischen Knowhows und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für lokale Arbeitnehmer zur Weiterentwicklung des für Nordafrika so wichtigen strategischen Sektors der erneuerbare Energien bei.
Die Projektpartner: Im MATS-Projekt arbeiten Forschungszentren und Industriepartnern aus Italien, Frankreich, UK, Deutschland und Ägypten zusammen, koordiniert von der italienischen Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige Entwicklung ENEA. Das Forschungskonsortium will die semi-aride Region zu einem Technologiezentrum entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen der EU und Ägypten im Bereich nachhaltige Forschung, Innovation und Entwicklung festigen.
Die Projektpartner: Im MATS-Projekt arbeiten Forschungszentren und Industriepartnern aus Italien, Frankreich, UK, Deutschland und Ägypten zusammen, koordiniert von der italienischen Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige Entwicklung ENEA. Das Forschungskonsortium will die semi-aride Region zu einem Technologiezentrum entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen der EU und Ägypten im Bereich nachhaltige Forschung, Innovation und Entwicklung festigen.
Warten auf den großen Moment: Mit unserem Kollegen Martin Karl warten die Medienvertreter auf das Durchschneiden des roten Bandes.
Warten auf den großen Moment: Mit unserem Kollegen Martin Karl warten die Medienvertreter auf das Durchschneiden des roten Bandes.
An der Einweihung nahmen daher unter anderem der Minister für Forschung und höhere Bildung Ägyptens, Khalid Atef Abdul Ghaffar (2.v.l.), der italienische Botschafter Giampaolo Cantini (4.v.l.), James Moran, Botschafter der EU in Ägypten (4.v.r.) und MATS-Koordinator Dr. Alberto Giaconia teil (2.v.l.).
An der Einweihung nahmen daher unter anderem der Minister für Forschung und höhere Bildung Ägyptens, Khalid Atef Abdul Ghaffar (2.v.l.), der italienische Botschafter Giampaolo Cantini (4.v.l.), James Moran, Botschafter der EU in Ägypten (4.v.r.) und MATS-Koordinator Dr. Alberto Giaconia teil (2.v.r.).
Dr. Mona El Tobgui (links), Fraunhofer Senior Advisor Egypt, im Gespräch mit Martin Karl, Projektleiter am Fraunhofer ISE. Er hielt in Kairo beim Workshop zu »Public-Private Partnerships and Technology Development in renewable energy« einen Podiumsvortrag zum Thema »Effective tools and measures to support innovation and technology transfer in the industrial sector«.
Dr. Mona El Tobgui (links), Fraunhofer Senior Advisor Egypt, im Gespräch mit Martin Karl, Projektleiter am Fraunhofer ISE. Er hielt in Kairo beim Workshop zu »Public-Private Partnerships and Technology Development in renewable energy« einen Podiumsvortrag zum Thema »Effective tools and measures to support innovation and technology transfer in the industrial sector«.
In ihren Händen liegt das MATS-Kraftwerk nun: Das Plant Operation mit Martin Karl (Mitte).
In ihren Händen liegt das MATS-Kraftwerk nun: Das Plant Operation Team mit Martin Karl (Mitte).

 

 

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